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Mittwoch, 22. März 2017

"Vorschläge zur Tüte unzureichend"

Milieutreffpunkt: Die CDU-Ratsfraktion kritisiert die Vorschläge der Ordnungsdezernentin

Bielefeld (jr). Die CDU-Ratsfraktion hat die Vorschläge von Ordnungsdezernentin Anja Ritschel zum Stadthallenumfeld (NW von gestern) - dem Treffpunkt der Bielefelder Drogen- und Trinkerszene am Stadtbahnzugang, "Tüte" genannt - als "unzureichend und nicht lösungsorientiert" kritisiert. "Sowohl die Beigeordnete wie auch die Paprika-Koalition verharmlosten die Probleme", sagte der Fraktionsvorsitzende Ralf Nettelstroth.

Seit Jahren mache sich die Alkoholszene an der Tüte breit, in jüngster Zeit seien dort auch Drogenhändler aufgetreten, die die Probleme noch verschärften. Passanten fühlten sich zunehmend belästigt: Eine "Anpassung der niedrigschwelligen Angebote" und fünf Langzeitarbeitslose, die noch geschult werden müssten, bis sie das Personal des Ordnungsamtes verstärken könnten, sei "kein befriedigender Lösungsansatz", kritisiert Michael Weber, stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

"Es geht um Sicherheit und Ordnung"

Weber bezweifelt, dass der von Ritschel vorgesehene Personenkreis ausreichend qualifiziert werden könne, um die Lage zu beruhigen. "Zu kurz" springe die Dezernentin auch mit der Idee, durch "gestalterische Maßnahmen die Verminderung der Nutzungskonflikte" herbeizuführen. Wie berichtet, erhofft sich Ritschel durch eine Verbreiterung der Pflasterung rechts neben der Tüte Raum für die Passanten, während die Szene weiter hinten im Park einen Platz finden könnte.

Weber schreibt weiter in der Erklärung: "Es geht nicht um ein gestalterisches oder gar ein ästhetisches Problem, es geht schlicht um Sicherheit und Ordnung in unserer Stadt." Statt konsequent zu handeln, redeten die Verwaltung und die Paprika-Koalition die Probleme schön, stellt Weber fest. Der Umweltbetrieb musste 37.000 Euro zusätzlich ausgeben, um an der Tüte Sonderreinigungen durchzuführen, betont die CDU.

Auch soll die Stadthalle wegen der Verhältnisse an der Tüte Absagen von Kongressveranstaltern erhalten haben. "Es hilft kein Beschwichtigen, es muss endlich etwas Wirkungsvolles getan werden."

Quelle: Neue-Westfälische, 22.03.2017


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