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Dienstag, 7. Juni 2016

CDU greift auch Detmold im Lutter-Debakel an

Hochwasser: Anfrage, warum Bezirksregierung ein höheres Überflutungsrisiko toleriert

Bielefeld. Heute soll der Umweltausschuss als erstes Ratsgremium dem neuen Vorgehen bei der Lutter-Sanierung zustimmen. Die Paprika-Koalition aus SPD, Grünen, Bürgernähe und Piraten hat angekündigt, die bisher verfolgte Variante C weiter zu verfolgen, obwohl ihr Bau wegen des größeren Rückhaltebeckens 4,5 Millionen Euro teurer ist. Die CDU weitet unterdessen ihre Kritik an den Behörden aus. In einem offenen Brief fragt sie die Bezirksregierung Detmold, warum diese eine höheres Überflutungsrisiko bei Variante C gegenüber der offenen Bauweise (Variante 4) toleriere.

Hintergrund sind erste Ergebnisse der Überflutungsprüfung. Danach wäre die Hochwassergefahr bei V C erheblich größer als bei V 4. Trotzdem billige Detmold die riskantere Variante, wundert sich Frank Strothmann, Sprecher der CDU im Umweltbetriebsausschuss: "Warum hat der RP die Forderung nach einem Überflutungsnachweis für ein so genanntes 30-jähriges Regenereignis im Laufe des Verfahrens relativiert und sich bei der "Inline-Variante" damit zufrieden gegeben, dass das Rückhaltebecken auf ein "Fünf-Jahres-Regenereignis" ausgelegt ist."

Die Ratsgremien müssen nach der Rechenpanne, bei der 52 Hektar zu entwässernder Fläche übersehen wurden, neu über die Lutter-Sanierung beraten. Das Rückhaltebecken Teutoburger Straße müsste bei V C mit 6.000 Kubikmetern doppelt so groß werden wie bisher geplant. Bei V 4 müssten 55 Platanen der einzigartigen Allee fallen.

Strothmann schreibt jetzt angesichts des Überflutungsberichts: "Wir fragen Sie als Bezirksregierung, wieso Sie die Bürger und Anwohner mit der Genehmigung der Variante C (Inliner) dem Risiko einer Überflutung aussetzen." Die jüngsten Unwetter in Deutschland machten deutlich, welch katastrophale Folgen Überschwemmungen mit sich brächten, meint Strothmann: "Es kann auch Bielefeld treffen. Erst im Juni 2013 hat ein "20-Jahres-Regen" in Teilen Heepens und in Gellershagen große Schäden angerichtet. Deshalb muss der Überflutungsschutz oberste Priorität haben."

Quelle: Neue-Westfälische, 07.06.2016


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