{asdasd}
 
Mittwoch, 30. September 2015

Stadtwerke: Futterlieb neuer Betriebsrats-Chef

Grüne selbstkritisch: "Hätten sofort unabhängige Untersuchung fordern müssen"

Bielefeld. Marco Futterlieb ist Nachfolger des zurückgetretenen Stadtwerke-Betriebs-ratschefs Wolfgang Gottschlich. Einstimmig wählte ihn der 19-köpfige Betriebsrat zum Vorsitzenden. Sein Stellvertreter ist Herbert Neuse, der auch unter Gottschlich Vize war. Neuse: "Die Wahl von Futterlieb zum Betriebsratsvorsitzenden ist ein klares Signal des Neuanfangs."

Futterlieb (45) ist Industriemechaniker und seit 29 Jahren bei den Stadtwerken - hier ist er seit 13 Jahren im Betriebsrat und seit 2010 freigestellter Betriebsrat. Er begrüßt das Vorgehen des Aufsichtsrates, um die Vorwürfe gegenüber Gottschlich und Wolfgang Brinkmann um überzogene Gehälter aufzuklären. Die freigestellten Betriebsräte Marco Futterlieb, Sabine Leichsenring-Neuse, Stefan Ostertag und Herbert Neuse wollen ihre Leistungsprämien zurückzahlen - Summen zwischen 1.800 und 13.500 Euro (Neuse). Das reicht der CDU nicht: "Das ist völlig inakzeptabel. Die Öffentlichkeit hat ein Anrecht darauf zu erfahren, für welche Leistungen die Prämien gezahlt worden sind", fordert Andreas Rüther.

Auch die Grünen würdigen den Aufsichtsrat in seinem Bemühen, die Vorgänge rund um Gottschlich und Brinkmann "rückhaltlos aufzuklären". Die Beteiligten müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Gottschlich solle auch sein Mandat als freigestellter Betriebsrat zur Verfügung stellen. Die Grünen fordern die Geschäftsführungen der Toch-tergesellschaften auf, Vergütungskriterien für freigestellte Betriebsräte offenzulegen.

Die Grünen geben sich aber auch selbstkritisch: "Wir müssen uns fragen, ob wir nicht sofort eine unabhängige Untersuchung hätten fordern müssen - anstatt dem Oberbürgermeistervorschlag eines Plausibilitätsgutachtens zu folgen", sagt Grünen-Vorstand Dominic Hallau.

Verantwortlich für die "skandalösen Vorgänge" sieht die CDU Ex-Geschäftsführer Wolfgang Brinkmann, dem sie "zielbewusstes und systematisches" Vorgehen zum Schaden der Stadtwerke vorwirft.

Quelle: Neue-Westfälische, 30.09.2015


© 2018 CDU Ratsfraktion der Stadt Bielefeld