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Donnerstag, 24. September 2015

CDU setzt Sitzung durch

Theater-Spardiskussion schon im Oktober

Bielefeld(bp). Die nächste Sitzung des Betriebsausschusses Bühnen und Orchester sollte eigentlich am 18. November sein, um die auslaufende Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung des Theaters zu diskutieren. Der CDU gelang es aber gestern im nicht-öffentlichen Teil, eine Sondersitzung bereits am 14. Oktober durchzusetzen.

Marcus Kleinkes (CDU) sieht das Theater in der Vorbereitung der nächsten Spielzeit 2016/17 unter Zeitdruck. Deshalb hatte er bereits im öffentlichen Sitzungsteil auf eine Sondersitzung gedrängt. Kultur-Dezernent Dr. Udo Witthaus, hielt es dagegen für »zeitlich vertretbar«, im November zu beraten und im Februar 2016 zu beschließen. Dann bekäme das Theater »Planungssicherheit bis 2022«. Ausschuss-Vorsitzender Hans Hamann (SPD) meinte, dass bei einer Finanzierungslücke von 85 000 Euro die Welt nicht zusammenbreche, wenn erst in zwei Monaten beraten würde.

Diese 85 000 Euro nämlich fehlen dem Theater, um den Konsolidierungserwartungen des Oberbürgermeisters und dessen Verwaltung von 600 000 Euro jährlich entsprechen zu können. Man sei in der Lage, 515 000 Euro pro Jahr einzusparen oder durch Preisanpassungen zu erwirtschaften, aber mehr gehe einfach nicht.

Das betonte Intendant Michael Heicks auch gestern in der Sitzung des Betriebsausschusses. Heicks zeigte sich zudem erstaunt darüber, dass die Vorlage vom Juni »einfach so m Tisch gefegt« würde: »Welchen Sinn macht es, die Debatte darüber in den November zu verschieben?« Bis dahin werde es keine neuen Erkenntnisse geben.

Marcus Kleinkes legte einen Beschlussvorschlag vor, der den Konsolidierungsbeitrag des Theaters auf 515 000 Euro festschreiben sollte. Ausschuss-Vorsitzender Hamann aber sagte nein, weil die Tagesordnung des Betriebsausschusses zu Beginn der Sitzung einstimmig beschlossen worden sei: »Sie hätten Dringlichkeit beantragen müssen.«

SPD-Politiker Hamann erläuterte, er wolle die Situation »entdramatisieren« und versicherte, er wolle dafür sorgen, dass das Theater unter den Sparmaßnahmen nicht leiden müsse: »Wir wollen nämlich Einsparungen mit Augenmaß.« Udo Witthaus stellte klar, das Jahr 2016 sei bereits »ausfinanziert«. Diskutiert werden solle jetzt in der außerplanmäßigen Oktober-Sitzung, welche Sparvorschläge »ohne substanzielle Einschnitte« umsetzbar seien.

Wer nämlich nicht nach Rasenmähermethode vorgehen wolle, müsse sich sehr genau jeden einzelnen Sparvorschlag auf dessen Umsetzbarkeit anschauen.

 

Quelle: Westfalen-Blatt, 24.09.2015

 

 


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