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Freitag, 16. Oktober 2015

Beim Theater einig

Spardiskussion: Große Mehrheit aus Koalition und CDU für geringere Einsparungen bei Theater und Orchester


Bielefeld. Das Stadttheater soll mit seinen Einsparungen unter der Fünf-Prozent-Vorgabe von Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) bleiben dürfen: Mit großer parteienübergreifender Mehrheit sprach sich der Betriebsausschuss Bühnen und Orchester gestern dafür aus, es bei einem Konsolidierungsbeitrag von maximal 515.000 Euro jährlich im Zeitraum von 2018 bis 2022 zu belassen. Auch sollen die Rücklagen des Theaters unangetastet bleiben. Damit ist die große Spar-Forderung, die für das Theater insgesamt 775.000 Euro jährlich ausmachen würde, zumindest vorerst vom Tisch.

Zuvor hatte Ilona Hannemann, kaufmännische Leiterin des Stadttheaters, in Aussicht gestellt, dass ein Einsparbetrag von 515.000 Euro unter anderem durch Preiserhöhungen ab 2018 realisiert werden könne. Der größere Einsparbetrag sei nur durch strukturelle Änderungen im Spielbetrieb zu erzielen.

Intendant Michael Heicks führte aus, dass eine Fünf-Prozent-Kürzung insbesondere Angebote für Kinder oder auch die traditionellen kostenfreien Konzerte in Bethel treffen würde. "Alles, was wir umsonst machen, steht sofort auf dem Prüfstand", erklärte Heicks. Auch die vom Land geförderten "Zeitsprung"- und "Parallele Welten"-Projekte seien gefährdet, wenn der Eigenanteil des Theaters wegfalle.

Paprika-Koalition und CDU betonten, dass man in der Theaterfrage "nahe beieinander" (Björn Klaus, SPD) sei. Der gemeinsame Beschluss bedeute einen "Vertrauensvorschuss" an das Theater. Florian Straetmanns (Linke) stimmte gegen den gemeinsamen Antrag von CDU und Koalition, weil der "aufgebaute Konsolidierungszwang" Folge einer "verfehlten Finanzpolitik der Städte" sei.

 

Quelle: Neue-Westfälische, 15.10.2015


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