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Donnerstag, 12. März 2015

»Linie 5 light« ohne die CDU

Ratsbeschlüsse sollen aufgehoben werden

Bielefeld(MiS). Die Bürgerbefragung zur Stadtbahnlinie 5 hat eine klare Mehrheit dagegen ergeben. Deshalb möchte die CDU, dass jetzt – wie berichtet – auch die dazu getroffenen Grundsatzentscheidungen vom Rat aufgehoben werden. Der Antrag beim Bund, Finanzmittel für das Projekt einzuplanen, müsse ebenfalls zurückgezogen werden.

Heute ist der CDU-Vorstoß Thema im Rat. Das neue Paprika-Bündnis aus SPD, Grünen und Piraten/Bürgernähe will dagegen einen Teil der abgelehnten Planung wieder aufnehmen. Nachgedacht wird über eine verkürzte Linie von der Radrennbahn über den Jahnplatz und Brackwede nach Sennestadt.

»Wir stehen zur Stadtbahnerweiterung, aber nicht zu dieser«, sagte CDU-Fraktionschef Ralf Nettelstroth gestern. Er selbst habe sich seinerzeit für die Verbindung von Heepen nach Sennestadt stark gemacht. »Jetzt steht aber der Bürgerwille dagegen.«

Jede Art der Verlängerung der Stadtbahn vom Jahnplatz über den Kesselbrink in den Osten der Stadt werde die Union nicht mitmachen. Dagegen spricht sich die CDU aber für eine Verlängerung der Linie 1 bis Sennestadt aus – in Hochflurtechnik. Auch für die Brackweder Hauptstraße, wo dann Hochbahnsteige errichtet werden müssten, ließen sich intelligente Lösungen finden, ist Nettelstroth überzeugt.

Für Sennestadt sei die Stadtverlängerung ein Gewinn, sagte der CDU-Planungspolitiker (und Sennestädter) Holger Nolte. Wenn etwa auf dem Schilling-Gelände eine neue Siedlung entstehe, könne eine Stadtbahnverbindung deren Attraktivität deutlich steigern.

Prioritäten beim Stadtbahnausbau sieht die CDU bei so genannten Mikro-Erweiterungen in Milse/Altenhagen, Hillegossen und auf dem Campusgelände an der Universität.

Das Paprika-Bündnis will die Verbindung Radrennbahn – Sennestadt auch deshalb prüfen lassen, weil sie dadurch eine Entlastung für den Jahnplatz sieht, der täglich von bis zu 950 Linienbussen angefahren wird. Auch dieses Argument will die Union nicht gelten lassen. Eine Entlastung des Platzes hätte es dann gegeben, wenn die Buslinien nach Heepen ihn nicht mehr anfahren müssten, so Nettelstroth. Doch diese Verkehrsbewegungen blieben erhalten, auch wenn es eine »Linie 5 light« ab Radrennbahn gebe.

Quelle: Westfalen-Blatt, 12.03.2015


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