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Freitag, 24. Juli 2015

Streben nach Spitzenforschung

Universität hofft auf hochrangige Institute / CDU fordert Infrastruktur

Bielefeld. Bielefeld ist eine der wenigen Großstädte ohne hochrangiges Forschungsinstitut wie Max-Planck oder Fraunhofer - und das, obwohl es acht Hochschulen mit rund 30.000 Studenten gibt. Universitätsrektor Gerhard Sagerer und CDU-Ratsfraktionschef Ralf Nettelstroth sehen das als großes Manko an. Beide streben danach, Spitzenforschung nach Bielefeld zu holen. Wichtig dafür sei die notwendige Infrastruktur.


"Wir müssen ein Klima schaffen, dass es in Bielefeld Perspektiven gibt", sagten beide bei einem Rundgang von der Uni bis zum Campus Nord, auf dem gerade die neue Fachhochschule entsteht. Die CDU hatte sich bei ihren Sommerferien-Infobesuchen bei der Universitätsleitung angesagt. Dabei war auch Heinrich Micus, Leiter des Bau- und Liegenschaftsbetriebs (BLB), der die FH baut. Micus hatte jetzt bei Vorstellung der neuen FH auf die Chancen hingewiesen, die die noch freien Flächen am Campus Nord auf der Langen Lage bieten. Dort arbeitet bereits der Exzellenzcluster Citex in einem eigenen Gebäude. Es ständen aber auch Flächen für Uni-, FH-Erweiterungen und neue Forschungsinstitute zur Verfügung.


Denn in Planentwürfen nach dem städtebaulichen Wettbewerb sind dort noch Baufelder in einer Größenordnung von einigen Zigtausend Quadratmetern ausgewiesen. Auch die Stadtplanung stellt sich bereits auf eine Erweiterung des Campus Nord ein: Die Stadtbahnlinie 4, die bisher am Lohmannshof endet, soll über die Lange Lage weiter Richtung Dürerstraße geführt werden - mit einer Haltestelle Campus Nord.


Und die CDU geht noch einen Schritt weiter. Sie schlug vor Kurzem vor, weitere 50 Hektar in Richtung Babenhausen zu entwickeln, um Flächen für hochschulnahes Wohnen, Gewerbe und Start-up-Unternehmen zu schaffen. Nettelstroth gestern: "Wir machen Druck, damit die Infrastruktur für die Hochschulentwicklung geschaffen wird."


Rückenwind für Bielefeld erhofft sich der CDU-Fraktionschef auch von Sagerer, der ab Oktober für drei Jahre Vorsitzender der Rektorenkonferenz NRW ist: "OWL sollte dabei stärker in den Blick kommen." Wichtig sei, dass alle Akteure gemeinsam marschieren: "Dann können wir zusammen viel erreichen." Und das ist nötig, meint auch Sagerer. Bielefeld zog bei hochrangigen Forschungsinstituten bisher immer den Kürzeren, obwohl es inhaltlich bei mehreren Themen passen würde. NRW liege bei der Anfangsfinanzierung weit hinter anderen Ländern.


Nettelstroth kündigte an, dass der Entwurfsbeschluss für die Stadtbahnverlängerung nach den Sommerferien möglichst schnell in den Ratsgremien beraten werden soll. Bei der Entwicklung des Campus Nord müsse eng mit den Hochschulen, aber auch den Anliegern zusammengearbeitet werden.

 

Quelle: Neue Westfälische, 24.07.2015


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