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Mittwoch, 12. August 2015

Kritik am Sparkurs der Verwaltung

Finanznot in der Kultur: CDU stellt eigene Lösungsvorschläge vor

Das Bielefelder Stadttheater: Was die Finanzierung des Hauses angeht, herrscht nicht immer eitel Sonnenschein. Die Verwaltung will 800.000 Euro jährlich einsparen.

Stellen ihre Ideen vor: Marcus Kleinkes (v.l), Christian von der Heyden und Detlef Werner.

Die CDU will die Schaffenskraft der Bielefelder Kulturakteure steigern. Um sie von finanziellen Zwängen zu befreien, regt die Ratsfraktion einige Veränderungen an: eine Fusion aus Musik-, Kunst und Volkshochschule und eine Zusammenarbeit zwischen Naturkundemuseum und Historischem Museum, um personelle und wirtschaftliche Spareffekte zu erzielen. Am Herzen liegt der Fraktion auch eine enge Kooperation zwischen Kunsthalle, Museum Waldhof und dem neuen Stenner Haus.

Unterm Strich versprechen sich die Christdemokraten von ihren Sparvorschlägen eine sechsstellige Sparsumme. Der Vorsitzende des Kulturausschusses, Christian von der Heyden, kritisiert das Vorgehen der Verwaltung. Diese hatte angekündigt, dem Theater eine Sparrunde in Höhe von 800.000 Euro aufzuerlegen. "Uns ist klar, dass die Stadt auch im Kulturbereich sparen muss, allerdings sind wir gegen das Rasenmäherprinzip." Seine Forderung: "Es müssen politische Vorgaben her."

Den Anfang dafür will die CDU machen, denn die Finanzierungsnot der Bielefelder Theater und Museen dringt immer tiefer in die inhaltlichen Planungen der Häuser ein. Ein von der Verwaltung und Kulturschaffenden aufgestellter Entwicklungsplan sollte das Problem frühzeitig auffangen und Kulturangebote gezielter entwickeln. Die CDU-Fraktion befürchtet nun, dass das mit 70.000 Euro finanzierte Konzept in einer Schublade in Vergessenheit gerät. Leider gebe es oft die Problematik, dass Pläne gemacht werden und dann verschwinden. "Dafür hat die Stadt zu viel Geld ausgeben", betont Fraktionsgeschäftsführer Detlef Werner.

Die Ratfraktion der CDU kritisiert darüber hinaus das Verhalten der Verwaltung gegenüber Bauunternehmer Ortwin Goldbeck und Kunstsammler Hermann-Josef Bunte. Beiden sei es zu verdanken, dass in der Villa der Handwerkskammer ein neues Museum der modernen Kunst entstehen wird - und dass mit der Kunsthalle und dem Museum Waldhof ein Kulturdreieck geschaffen werde, das über die Region hinaus Besucher anziehen könnte. Der Vorwurf: "Uns fehlt das Signal der Verwaltung, dass sie die Akteure mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen wird." Sie solle darüber hinaus nicht abwarten, bis das Konzept fertig ist, sondern daran mitwirken. Die Fraktion erwarte, dass alle Beteiligten die Chance nutzen und nicht "irgendwelche persönlichen Animositäten pflegen", so Werner. Insofern appelliert die Fraktion auch an Friedrich Meschede, Leiter der Kunsthalle, mit dem Freundeskreis Stenner eng zusammenzuarbeiten.

Die CDU schlägt außerdem vor, über alternative Geschäftsformen für die Bielefelder Theater und Museen nachzudenken. "Vielleicht sind die Kultureinrichtungen selbstständiger und autonomer erfolgreicher", gibt der kulturpolitische Sprecher der CDU, Marcus Kleinkes zu Bedenken.

Quelle: Neue Westfälische 12.08.2015


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