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Mittwoch, 12. August 2015

»Ergänzung, keine Konkurrenz«

CDU: Kunsthalle soll neuem Museum Hilfestellung leisten

Das geplante Stenner-Museum im Gebäude der Handwerkskammer begreift die CDU als Chance für Bielefeld. Aber auch als Chance für die Kunsthalle und das Museum Waldhof des Kunstvereins.

Man sei, so die Kulturpolitiker Marcus Kleinkes und Prof. Dr. Christian von der Heyden, Unternehmer Ortwin Goldbeck dankbar dafür, dass der die Immobilie Villa Weber (Handwerkskammer) gekauft habe, um sie den »Bielefelder Bürgern wieder zur Verfügung zu stellen«. Die CDU, so Fraktionsgeschäftsführer Detlef Werner, wünsche sich ein »Dreieck Kunsthalle – Stenner-Museum– Kunstverein mit Gemeinschaftsticket und Ausstellungen, die sich gegenseitig ergänzen können«. Die CDU bedauere, so Marcus Kleinkes, dass es bislang noch kein »positives Signal« von Stadt und Politik gebe: »Das neue Museum sollte im Rahmen der Möglichkeiten unterstützt werden. Es kann wie eine ›Vergrößerung‹ der Kunsthalle sein.« Für Christian von der Heyden stehen die Kultureinrichtungen ohnehin nicht in einem Wettbewerb zueinander: »Es sollte ein Sowohl-als-auch geben.« Seiner Ansicht nach habe die Kunsthalle sogar die Aufgabe, dem neuen Museum Hilfestellung zu leisten. Für ihn sei auch vorstellbar, dass Ausstellungsthemen aufgegriffen werden, »für die man leicht Sponsoren findet«. Die Politik müsse Verantwortung mit tragen und Hilfe anbieten, ohne sich aber finanziell zu engagieren: »Dafür reichen die kommunalen Mittel nicht aus.«

Zu den kulturpolitischen Positionen der CDU gehöre auch, so Kleinkes, »die Zusammenführung von Kultureinrichtungen zur Steigerung der Eigenverantwortung«. Durch Vorgaben auch aus der Politik fehle es häufig an Flexibilität. Man könne sich eine engere Zusammenarbeit zwischen Volkshochschule und Musik- und Kunstschule sowie zwischen Historischem Museum und Naturkundemuseum Namu durchaus vorstellen. Zudem müsse das Profil des Ravensberger Parkes als Museumspark weiter geschärft werden. Würde das Ordnungsamt aus dem Gebäude der Neuen Hechelei ausziehen, müsse die alte Idee, dort das Namu zu etablieren, neu gedacht werden. Detlef Werner ist überzeugt: »Durch eine andere Gesellschaftsform von Museen würden sich auch neue Finanzierungsmöglichkeiten eröffnen.«

Wichtig ist den CDU-Politikern, noch mehr Schüler für das Theater, für die Kultur allgemein, zu begeistern. Nur auf diese Weise könne man neue Besucherschichten gewinnen. Die CDU stehe zum Drei-Sparten-Haus Theater, sei auch nicht grundsätzlich gegen Sparmaßnahmen, aber nicht, so Werner, »nach der Rasenmähermethode«. Einsparungen seien zum Beispiel auch durch Kooperationen mit Nachbarkommunen zu erzielen. Marcus Kleinkes kritisiert zudem den etwa 100 000 Euro teuren Kulturentwicklungsplan: »Daraus wurden keine Lehren gezogen. Der Kulturentwicklungsplan ist in der Schublade gelandet.«

Quelle: Westfalen-Blatt 12.08.2015


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