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Donnerstag, 23. April 2015

Neues Viertel an Hochschulen

CDU will 50 Hektar bis Babenhausen für Startups und Wohnen entwickeln lassen

Blick nach Norden: Die CDU schlägt vor, die Freiflächen nördlich der neuen Fachhochschule für Bebauungen zu entwickeln. Sie wären hochschulnah und würden die Siedlungen Hof Hallau (links) und Dürerstraße (rechts) mit Babenhausen (oben) verbinden.

VON JOACHIM UTHMANN

Bielefeld. Rund eine Milliarde Euro fließen bis 2025 in Bielefelder Hochschulen. Die neue Fachhochschule auf der Langen Lage eröffnet im Herbst, die Universität wird grundsaniert. Die Stadtbahnlinie 4 bindet sie an und soll verlängert werden. Nach Ansicht der CDU darf die Entwicklung nicht stoppen. Deshalb schlägt sie vor, 50 Hektar nördlich des Campus bis Babenhausen als Wohn- und Gewerbegebiet zu entwickeln.

"Das wäre ein wichtiges Signal nach außen, dass Bielefeld innovativ unterwegs ist", erklärten Fraktionschef Ralf Nettelstroth und Geschäftsführer Detlef Werner vor der Presse. Im Stadtrat stellt die CDU heute den Antrag, dass für das Gebiet ein Bauleitverfahren eingeleitet wird. Ziel sei es, universitätsnahe Nutzungen wie Start ups und andere wohnverträgliche Unternehmen ebenso wie Wohngebiete anzusiedeln - in unmittelbarer Nähe zu den Hochschulen.

Thema ist eine Entwicklung des Campus schon seit längerem. 2011 legte eine Arbeitsgruppe der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft WEGE die Idee eines Wissenschaftsparks vor, der auf der Freifläche an der Ecke Dürerstraße/Wittebreite vorgesehen war, bis zu der auch die Linie 4 verlängert werden soll. Konkreter sind die Pläne für ein Innovationszentrum an der Morgenbreede. Gleichzeitig arbeiten Stadt, Hochschulen und Marketing an einem Konzept für die Wissenschaftsstadt Bielefeld, das ebenfalls Entwicklungspotenziale aufzeigen soll.

Deshalb ist die CDU auch optimistisch, dass alle anderen Parteien "auf den Zug aufspringen" und heute im Rat ihrem Antrag zustimmen. Wichtig sei dabei zudem, dass die Stadt am Weiterbau der Stadtbahn, der vor Ort auf heftigen Widerstand stößt, festhalte. Nettelstroth: "Die Linie 4 ist unabdingbar." Langfristig könnte sie bis zur Splittenbreede in Babenhausen, Endstation der Linie 3, verlängert werden und das neue Hochschulviertel erschließen.

Die Stadt müsse jetzt schauen, welche der heute weitgehend landwirtschaftlich genutzten Flächen verfügbar wären. Die Aue des Babenhauser Bache bleibe ausgespart. "Wir brauchen eine Angebotsplanung, um für die mehr als 30.000 Studenten der Hochschulen, Neugründungen und Arbeitsplätze mit Wohnraum Perspektiven zu schaffen", hofft Nettelstroth auf "einen Klebeeffekt", um junge Menschen in Bielefeld zu halten. Dafür wäre das hochschulnahe Gelände nördlich des Campus gut. Attraktiver werde der dann auch für hochrangige Institute wie Fraunhofer oder Max-Planck-Gesellschaft.

Quelle: Neue-Westfälische, 23.04.2015


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