{asdasd}
 
Donnerstag, 23. April 2015

50 Hektar Zukunft

Die CDU will den Hochschulcampus bis zur Babenhauser Straße weiterentwickeln

CDU-Fraktionschef Ralf Nettelstroth

Bielefeld (MiS). Die CDU möchtedas Areal nördlich des bestehenden Hochschulcampus zu einem Gebiet für Wohnen und wohnverträgliches Gewerbe entwickeln. Für den 40 bis 50 Hektar großen Bereich soll ein Bauleitplanverfahren eingeleitet werden.

»Für uns ist die Anbindung des Areals durch die Stadtbahnlinie 4 ein wichtiger Bestandteil der Planung«, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Ralf Nettelstroth gestern bei der Vorstellung des Antrages, der heute auf der Tagesordnung des Rates steht.

»Bielefeld muss ein Zeichen setzen«, ergänzte Nettelstroth. Nur wenn entsprechende Flächen zur Verfügung stünden, ließen sich Investoren anlocken, sei es möglich Fraunhofer- oder Max-Planck-Gesellschaft dazu zu bewegen, in der Stadt Institute anzusiedeln. Auch die Hoffnung auf eine eigenemedizinische Fakultät an der Uni Bielefeld gibt Nettelstroth, der auch dem Landtag angehört, nicht auf. Auch die Nachbarn schliefen nicht. Paderborn mache vor, wie eine zukunftsträchtige Entwicklung in Hochschulnähe funktioniere. Bielefeld dürfe den Anschluss nicht verlieren.

In das Bauleitplanverfahren soll nach den Vorstellungen der Union der Bereich bis zur Schloßhofstraße im Osten und zur Babenhauser Straße im Norden eingeschlossen werden. Dort gebe es genügend Platz für Startups, aber auch für Wohnprojekte.

Nettelstroth betonte, es gehe nicht darum, die Flächen umgehend zu bebauen. Es gehe aber darum, eine Vorratsplanung zu betreiben. Der CDU-Fraktionschef hofft auf breite Zustimmung auch der anderen Parteien und Gruppen im Rat. So hätten sich SPD und Grüne in ihren Programmen ebenfalls für eine Weiterentwicklung der Flächen ausgesprochen.

Widerstand formiert sich dagegen unter den Anwohnern. Die Bürgerinitiative Lange Lage (BILL) und »Stoppt die Linie 4 zur Schloßhofstraße« wollen schon den Stadtbahnausbau in das Quartier verhindern. Sie finden, die alte bäuerliche Kulturlandschaft in diesem Bereich müsse erhalten bleiben. Am Dienstag hatten sie ihr Anliegen im Bürgerausschuss des Rates vorgebracht (das WESTFALEN-BLATT berichtete).

Die CDU lässt dagegen keinen Zweifel daran, dass der Stadtbahnausbau wichtiger Bestandteil des Bereichs sein müsse. Ralf Nettelstroth geht sogar noch einen Schritt weiter. Langfristig müsse nicht die Schloßhofstraße das Ende der Linie 4 sein. Auch ein Anschluss an die Splittenbrede sei denkbar. Dort, in Babenhausen-Süd, endet heute die Stadtbahnlinie 3.

Quelle: Westfalen-Blatt, 23.04.2015


© 2018 CDU Ratsfraktion der Stadt Bielefeld