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Freitag, 21. März 2014

Zwei Becken, ein Bypass

CDU kann sich nicht durchsetzen – Grüne sprechen von einer »Lösung der Vernunft«

Helin, Selma, Evelyn, Simay und Melina (von links), Schülerinnen des Gymnasiums am Waldhof demonstrieren für den Park. Foto: Büscher

Bielefeld(bp). Der Rat hat gestern Abend die Sanierung der Lutter mit zwei Regenrückhaltebecken beschlossen. Im Park der Menschenrechte sollen ein Becken mit 1500 Kubikmeter Fassungsvermögen und ein neues Stück Lutter-Kanal (Bypass) entstehen, an der Ecke Teutoburger/Ravensberger Straße ein zweites Becken (3000 Kubikmeter Fassungsvermögen). Die Lutter zwischen Teutoburger Straße und Stauteich I wird in geschlossener Bauweise saniert, die Platanen, so das Versprechen des Umweltbetriebes, weitgehend erhalten. Enttäuscht waren über die Entscheidung zahlreiche Jugendliche und Lehrer des Gymnasiums am Waldhof.

Hartmut Meichsner (CDU) hatte noch einmal betont, seine Partei halte den Bau von Stauraum für vermeidbar, auch im zweiten Bauabschnitt solle der Lutterkanal in offener Bauweise saniert werden. Das Überleben der Platanen sei auch bei einer Inliner-Sanierung »keinesfalls gesichert«. Johannes Delius (BfB) sagte, er hoffe, der am 25. Mai neu gewählte Rat werde in der nächsten Legislatur den Lutter-Beschluss revidieren. Hans Hamann (SPD) sagte in Richtung der Demonstranten: »Die Lutter-Sanierung wird nicht im Politik-Unterricht im Gymnasium entschieden, sondern im Rat – auf Basis fundierter externer Gutachten.« Harald Buschmann (FDP) meinte, man müsse im Interesse der Sicherheit »in den sauren Apfel beißen«: »Das ist eine Frage der Risikoabwägung.«

Detlef Werner (CDU) warf der SPD vor, eine »Denkblockade« zu haben, Hans-Jürgen Franz (SPD) sprach dagegen von einem »zusätzlichen Sicherheitspuffer für die Altstadt«, den das Rückhaltebecken im Park der Menschenrechte darstelle.

Dr. Jörg van Norden zeigte sich überzeugt von der Richtigkeit der Entscheidung: »Vernunft hat sich durchgesetzt.« Die Lösung sei ein Kompromiss, in den viele Anregungen eingeflossen seien: »Es gibt hier keine eindeutigen Gewinner oder Verlierer.«

Quelle: Westfalen-Blatt, 31.03.2014


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