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Samstag, 11. Januar 2014

Gehaltsaffäre wird Thema im Aufsichtsrat

Stadtwerke: CDU verlangt Aufklärung

Bielefeld. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke muss sich möglicherweise in seiner Sitzung am 14. März mit der Gehaltsaffäre um den Betriebsratsvorsitzenden Wolfgang Gottschlich befassen. Die CDU-Mitglieder des Kontrollgremiums, Detlef Helling und Ralf Nettelstroth, verlangen Aufklärung über das betriebsinterne Prämiensystem und haben bei Aufsichtsratschef Hans Hamann (SPD) beantragt, dass die Stadtwerke-Geschäftsführung in der nächsten Sitzung Bericht erstattet.

CDU-Sprecher Vincenzo Copertino bekräftigt seine Kritik an dem Spitzengehalt des Betriebsratsvorsitzenden. Betriebsratschefs anderer großer Bielefelder Unternehmen würden bei weitem nicht mit "100.000 Euro-plus" entlohnt, wie es bei Gottschlich der Fall sei. Es verwundere nicht, dass diese Summe von den Arbeitnehmervertretern kopfschüttelnd als "exorbitant hoch" eingestuft werde.

Der CDU-Sprecher verweist darauf, dass sich nach dem Gesetz die Bezahlung freigestellter Betriebsräte an der Entlohnung der früheren Tätigkeit und an ihrer betriebsüblichen beruflichen Entwicklung zu orientieren habe: "Wenn der Stadtwerke-Betriebsratschef als gelernter Gas- und Wasserinstallateur über 100.000 Euro im Jahr verdient, liegt die Frage nahe, ob die Geschäftsführung bei der tariflichen Einstufung mit zweierlei Maß misst."

"Pikant" sei in diesem Zusammenhang Gottschlichs Doppelfunktion: "Als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender kontrolliert er die Geschäftsleitung, die wiederum über sein Gehalt und mögliche Boni entscheidet."

Robin Fermann von der Bürgerbewegung für Zivilcourage kündigte an, das hohe Gehalt des Betriebsratsvorsitzenden der Stadtwerke ebenso wie die Gehälter der geschäftsführenden Manager der städtischen Tochterfirmen zum Thema im Kommunalwahlkampf zu machen.

Quelle: Neue-Westfälische, 11.01.2014


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