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Freitag, 28. Februar 2014

Bielefeld verliert weitere 140 Arbeitsplätze

Bielefeld (nic/bast). Nach dem Maschinenbauer Hymmen zieht es auch den Industriedienstleister ERIKS von Bielefeld nach Halle. Wie das Unternehmen gestern bekanntgab, wird der Altenhagener Standort mit 140 Mitarbeitern ebenfalls ins Gewerbegebiet Ravenna Park verlagert. Dort hat ERIKS eine 7,4 Hektar große Fläche erworben. Man wolle einen "mittleren zweistelligen Millionenbetrag" in ein Logistik-, Technik und Verwaltungszentrum investieren und in Halle eine Deutschland-Zentrale aufbauen, so Hermann J. Maier, Geschäftsführer von ERIKS Deutschland.

2016 will ERIKS den Komplex in Betrieb nehmen. Man können sich ein gemeinsames Blockheizkraftwerk mit den Nachbarn Hymmen und Gerry Weber vorstellen. In vier bis fünf Jahren wolle man doppelt so groß sein und 300 Mitarbeiter beschäftigen. ERIKS, weltweit mit 8.000 Mitarbeitern an 400 Standorten vertreten, hat sich seit den 1990er Jahren von Bielefeld aus in Deutschland entwickelt: 900 Beschäftigte arbeiten in 27 Niederlassungen. ERIKS versorgt Erstausrüster und Instandhalter mit Hydraulik-, Pneumatik-, Dichtungs-, Antriebs- und Armaturentechnik.

Von Bielefeld zeigte sich Maier enttäuscht: "Die Stadt hat sich wenig industriefreundlich gezeigt." Flächenangebote seien wenig attraktiv und teuer gewesen und seien sehr spät gekommen. Entscheidend für den Wechsel nach Halle sei gewesen, dass "das Thema Autobahn verlässlich geregelt" sei.

"Bielefeld verliert im Wettbewerb der OWL-Kommunen immer mehr an Boden", kritisiert Andreas Rüther, OB-Kandidat der CDU. Um Abwanderungen von Firmen zu verhindern, dürfe es keine weitere Erhöhung der Gewerbesteuer geben. Das produzierende Gewerbe sei für die Stadt überlebenswichtig.

Die FDP fordert die Ausweisung zusätzlicher Gewerbeflächen. "Damit die Grundstückspreise konkurrenzfähig bleiben, müssen Auflagen und Zusatzkosten etwa durch Krötentunnel auf das Niveau anderer Kommunen begrenzt werden", so Jan Maik Schlifter, OB-Kandidat der Liberalen. "Der Umwelt ist nicht geholfen, wenn Firmen auf die grüne Wiese ziehen und Beschäftigte nur mit dem Auto zur Arbeit kommen." "Wirtschaftsförderung muss Chefsache werden", verlangt der OB-Kandidat der BfB, Johannes Delius. Es sei nicht zu erkennen, dass die Stadt alles versuche, um Wegzüge zu verhindern.

Quelle: Neue-Westfälische, 28.02.2014


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