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Mittwoch, 9. Oktober 2013

Rüther will Clausen ablösen

CDU-Chef ist bereit, für die Oberbürgermeister-Wahl zu kandidieren

VON ANDREA ROLFES

Bielefeld. Die Spatzen haben es schon vom Dach gepfiffen. Nun ist es offiziell: Der CDU-Parteichef Andreas Rüther will Bielefelds neuer Oberbürgermeister werden. Vorerst hat er nur seinen Hut in den Ring geworfen. Ob er tatsächlich bei der Oberbürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 kandidieren wird, hängt davon ab, ob ihn die CDU-Basis mitträgt. Denn bis zum 21. Oktober können alle Mitglieder weitere Personalvorschläge machen.

Über die Kandidatur entschieden wird endgültig am 29. November auf dem Nominierungs-Parteitag. Für dieses Verfahren habe sich die Partei bewusst entschieden. Fair und transparent soll es bei der Aufstellung des Kandidaten zugehen, betont der Kreisvorstand. Er musste aus der Vergangenheit eine Lehre ziehen. Vor fünf Jahren hatte es in der Bielefelder CDU rumort. Damals fühlten sich die Mitglieder im Verfahren zur Aufstellung eines Oberbürgermeister-Kandidaten nicht mitgenommen. Dieses Mal soll das anders laufen. Alle 1.200 Mitglieder sind per Brief über die Kandidatur-Absicht Rüthers informiert worden.


Die Entscheidung, zu kandidieren, habe er sich nicht leicht gemacht, sagt der Bankkaufmann, der bei der Sparkasse Bielefeld für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. "Meine Frau ist Kummer gewohnt", fügt er scherzhaft hinzu, betont aber, wie wichtig ihm die Gewissheit ist, dass sie hinter ihm steht und ihm den Rücken frei hält. Nicht nur ihre Unterstützung ist ihm gewiss, auch der Kreisvorstand hält den Braker für den richtigen Mann, wenngleich das Gremium noch kein Votum abgegeben hat. Vorstandsmitglied Peter H. Meyer formuliert es so: "Andreas Rüther ist ein absoluter Teamplayer und bringt optimale Voraussetzungen für eine Kandidatur mit." In einer Pressemitteilung stellt sich die Junge Union ebenfalls hinter Rüther.

Der CDU-Chef ist seit 1982 Mitglied der CDU, sitzt seit 19 Jahren im Rat. Er war von 2004 bis 2009 Bezirksvorsteher in Heepen und ist seit 2009 stellvertretender Bezirksbürgermeister.

Auf Bielefelds Sportplätzen kennt nahezu jeder den Mann mit dem markanten Schnäuzer. Seit 1999 ist er Vorsitzender des Schul- und Sportausschusses. Und als Arminia-Mitglied ist er Vollblut-Fan der Bielefelder Elf, hat jahrelang kein Heimspiel verpasst.

Politisch sieht sich Rüther als Gegenpart zu Pit Clausen. Er sieht starke Defizite in der Wirtschaftspolitik, die er zum Eckpfeiler seines Wahlprogramms machen will. Er kritisiert die zweite Gewerbesteuer-Erhöhung in einem Jahr und hält die von Clausen gewollten Steuereintreiber für ein Misstrauensvotum in die heimische Wirtschaft. "Hier möchte ich eine Menge Vertrauen wieder aufbauen." Außerdem wolle er den Ausbau von Gewerbeflächen und eine enge Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft in Bielefeld forcieren.

Quelle: Neue-Westfälische, 09.10.2013


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