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Mittwoch, 9. Oktober 2013

»Bielefeld braucht Veränderung« Andreas Rüther bewirbt sich um die Oberbürgermeister-Kandidatur der CDU

Bielefeld (WB). Andreas Rüther (CDU) will Oberbürgermeister in Bielefeld werden. Gestern gab er seine Bewerbung für den Nominierungsparteitag der Union am 29. November öffentlich bekannt.

Rüther (50) beendete damit seit Wochen laufende Spekulationen, ob er OB-Kandidat werden wolle. »Ja, ich will Oberbürgermeister werden, weil diese Stadt Veränderung braucht«, sagte Rüther, der auch kommissarischer Kreisvorsitzender der CDU ist.

Am Montag hatte er seine Bewerbung im CDU-Kreisvorstand bekannt gegeben. Dieser nominierte ihn nicht offiziell, ebnete vielmehr den Weg für ein offnes Bewerbungsverfahren »Wir wollen, dass es absolut transparent zugeht«, betonte Rüther.

Deshalb waren die 1250 Bielefelder CDU-Mitglieder bereits gestern per Brief darüber informiert worden, dass sich weitere Bewerber bis zum 21. Oktober melden können. »Sollte es weitere Bewerbungen geben, planen wir nach den Herbstferien drei Vorstellungsveranstaltungen in den Stadtbezirken«, sagte Peter H. Meyer, der als Schatzmeister auch dem geschäftsführenden Kreisvorstand seiner Partei angehört. Mit dem offenen Verfahren, dessen Durchführung Rüther mit seiner eigenen Bewerbung an seine Stellvertreterin Lena Strothmann (MdB) abgetreten hat, soll verhindert werden, dass es hinter den Kulissen wieder zu Ärger kommt wie 2009, als Bernd Landgraf vom Parteivorstand nominiert worden war.

Vor allem in der Wirtschaftspolitik sieht Rüther in der Stadt Handlungsbedarf. Die zweifache Gewerbesteuererhöhung in der laufenden Wahlperiode sei kontraproduktiv gewesen. Rüther beklagte auch die »unglückliche Personalpolitik« rund um die Besetzung der Stelle eines Wirtschaftsförderers »Wir brauchen auch dringend mehr Gewerbegebiete«, sagte er weiter.

Für die Sanierung der Stadtfinanzen habe er kein Patentrezept, räumte Rüther ein. »Aber wir werden nicht darum herum kommen, jede Ausgabeposition auf den Prüfstand zu stellen.«

Seine Partei wolle auch im neuen Rat wieder die stärkste Fraktion stellen. Mehrfach betonte Rüther, dass er als Oberbürgermeister auf eine breit angelegte Zusammenarbeit im Rat setzen wolle. »Grundsätzlich müssen wir gegenüber allen demokratischen Parteien gesprächsbereit sein.«

Seine kommunalpolitische Laufbahn begann Andreas Rüther bereits 1989 in der Bezirksvertretung Heepen. Landes- oder bundespolitische Ambitionen habe er nie verfolgt. »Ich will mich in meiner Heimatstadt kommunalpolitisch engagieren«, unterstrich der gelernte Bankkaufmann, der seit 1982 in den Diensten der Sparkasse Bielefeld steht.

Die Junge Union hat Rüther als erste Parteigliederung bereits ihre Unterstützung zugesagt. »Andreas Rüther ist der bestmögliche Kandidat, um den dringenden Wechsel herbeizuführen«, sagte JU-Vizechef Steve Wasyliw. Er kündigte an, dass die Junge Union »das bisher größte Tableau an Kandidaten für den Rat und die Bezirksvertretungen« präsentieren werde.

Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) hatte am 26. September im Rat erklärt, auf ein Jahr Amtszeit zu verzichten und so den Weg für die OB-Wahl am Tag der Ratswahl, am 25. Mai kommenden Jahres, freigemacht. Johannes Delius (Bürgergemeinschaft) war darauf hin der erste Kandidat, der sich gemeldet hatte, nun gefolgt von Rüther. Es wird davon ausgegangen, dass auch alle anderen Parteien und Wählergemeinschaften, die zur Kommunalwahl antreten, eigene OB-Bewerber aufstellen werden. Damit dürfte eine Stichwahl wahrscheinlich sein, die voraussichtlich am 15. Juni kommenden Jahres stattfinden wird.

Quelle: Westfalen-Blatt, 09.10.2013


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