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Montag, 25. März 2013

Neues Leben am Klosterplatz

Bald im Gesellschaftshaus: Il Monastero mit Familie Amato und ein Comedycenter

Bielefeld. Das Leben kehrt an den Klosterplatz zurück. Noch bevor im Herbst im Gesellschaftshaus die Schauspielschule von Thomas Modzel öffnet, nimmt Familie Amato im ehemaligen Dockside das Il Monastero in Betrieb. Ein OWL- Comedycenter soll ebenfalls in das Gebäude einziehen.

Auf L’Onda folgt Il Monastero, das Kloster. Hülya und Mario Amato haben nach der Aufgabe ihres Restaurants Am Bach Ende Januar nach einem größeren Lokal in der Altstadt gesucht – und es am Klosterplatz gefunden.

Das Konzept sieht vor, dass sich über 400 Quadratmeter das Restaurant mit integrierter Weinbar und einem Loungebereich sowie die Küche verteilen. Darin will Mario Amato einen Pizzaofen mit rotierender Backplatte aufstellen, auf der nach Angaben des Sizilianers der Teigfladen rundherum gleichmäßig knusprig gerät. Im Innenraum gibt es 150, draußen weitere 80 Plätze.

Ostwestfalens erste Schauspielschule nimmt im Herbst, wie berichtet, im Gesellschaftshaus ihren Betrieb auf. Etwa zur gleichen Zeit zieht ein weiterer Mieter ein, nach NW-Informationen ein Comedycenter, zu dem bekannte Persönlichkeiten der Comedian-Szene gehören.

Die neue Entwicklung am Klosterplatz lässt schon jetzt bei manchem Bielefelder die Hoffnung auf eine Rückkehr vergangener Zeiten keimen. Zur Erinnerung: Mit einer Entscheidung im Jahr 1999 hatte das Verwaltungsgericht Minden der Klage einer Anwohnerin gegen die Stadt stattgegeben und die Außengastronomie auf dem Platz bis 22 Uhr beschränkt. Die Stadt ging dagegen in Berufung. 2004 folgte die Zurückweisung des Oberverwaltungsgerichts Münster.

Wirte, Politiker und Verbände beklagten einhellig die gerichtlich verordnete Sperrstunde. „Das ist das Aus für den Klosterplatz“, sagte damals Thomas Keitel vom Hotel- und Gaststättenverband voraus. Und so kam es auch.

Das House of America in den Räumen der früheren Klosterstuben und des Papillon schloss 2005 „aus wirtschaftlichen Gründen“, wie es auf einem Schild an der Tür zu lesen war. Zu diesem gastronomischen Betrieb gehörten das Geronimo, Bettys Lounge und Bens Bar and Grill.

Die aktuellen Initiativen, die eine Wiederbelebung des Platzes zur Folge haben kann, erhalten Zustimmung von unterschiedlichen Seiten. Nach Auffassung von Hans-Rudolf Holtkamp ist die mit Rosskastanienbäumen bestandene Fläche im Herzen der Altstadt hervorragend zur gastronomischen Nutzung geeignet. Aber: „Wenn dort dauerhaft etwas etabliert werden soll, müssten die Öffnungszeiten geändert werden“, so der Bielefeld-Marketing-Chef. Den beteiligten Unternehmen verspricht er, ihnen „jede Unterstützung zur Belebung eines der schönsten Plätze in Bielefeld zuteil werden zu lassen“.

Das Kulturamt, Bielefeld-Marketing und die WEGE sollten gemeinsam ein Konzept für den Klosterplatz entwickeln, schlägt Hartmut Meichsner (CDU) von der Bezirksvertretung Mitte vor. „Wenn man diesen Ort auch weiterhin so stiefmütterlich behandelt wie bisher, wird nichts mehr daraus.“

Quelle: Neue-Westfälische 25.03.2013

 


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