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Donnerstag, 21. März 2013

Das Mitgestalten lernen

Bielefeld (WB). Den Parteien fällt es immer schwerer, geeignete Kandidaten für die Mitarbeit in Parteigremien, Bezirksvertretungen und im Stadtrat zu finden. Dem will die CDU mit der neugegründeten »Kommunalakademie« entgegenwirken.

»Als große Volkspartei will sich die CDU stärker in der politischen Bildung vor Ort engagieren und interessierte Bürger besser an die komplexer werdenden Aufgaben der Politik heranführen«, sagt Ralf Nettelstroth, Initiator der Kommunalakademie. Nirgendwo sonst seien Bürger so unmittelbar von politischen Entscheidungen betroffen wie in ihrer Stadt oder Gemeinde. Durch ihr aktives Mitwirken in einer politischen Partei hätten sie andererseits die Möglichkeit, Einfluss auf die Geschehnisse zu nehmen. Das Programm der Kommunalakademie erstreckt sich über acht Monate und soll den Teilnehmern einen Einblick in kommunalpolitische Aufgaben bieten, ihnen aber auch grundlegendes Werkzeug für die Arbeit vor Ort an die Hand geben. Neben einer Rhetorik-Schulung und einer zum Umgang mit Medien wurde auch in Sachthemen eingeführt. Zu den Referenten gehörte unter anderen der ehemalige Regierungsvizepräsident Anton Schäfers.

Kommunalpolitiker sind ehrenamtlich tätig und haben teilweise einen Arbeitsaufwand von 20 bis 30 Stunden in der Woche, obwohl sie nebenher voll berufstätig sind. Die gezahlte Aufwandsentschädigung mache niemanden reich. Wer sich in parteilichen oder kommunalen Gremien engagiere, müsse stattdessen damit rechnen, sich für Fehler seiner Parteioberen in Berlin rechtfertigen zu müssen. Natürlich seien die Ansprechpartner der Parteien in den Bezirken auch Kummerkästen und Blitzableiter mit offenem Ohr für jedermann. Auch wenn auf dem Papier das Recht bestehe, sich für Sitzungen von der Arbeit freistellen zu lassen, könne es in der Praxis insbesondere bei kleineren Betrieben, die auf jeden Angestellten angewiesen sind, zu Problemen kommen.

Auch auf diese Details kommunalpolitischer Arbeit wurde eingegangen. CDU-Fraktionsgeschäftsführer Detlef Werner ist mit dem Zuspruch zufrieden: »Mehr als 20 Frauen und Männer haben an den bisherigen Veranstaltungen teilgenommen.«

Quelle: Westfalen-Blatt 21.03.2013


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