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Donnerstag, 24. Januar 2013

»Kino ist teurer«

Bielefeld (WB). Die Erhöhung der Kartenpreise für Schauspiel, Musiktheater, Märchen und Konzerte um zwischen 50 Cent und drei Euro je nach Kategorie wurde gestern mit nur einer Gegenstimme beschlossen.

Im Betriebsausschuss Bühnen und Orchester votierte nur Florian Straetmanns als Vertreter der Linken dagegen. Er sage aus Prinzip nein, weil die Gewerbesteuer noch nicht erhöht worden sei. Zudem halte er Preisaufschläge bei den günstigsten Karten für problematisch: »Theater darf keine Luxus-Veranstaltung sein.«

Marcus Kleinkes (CDU) wies darauf hin, dass die neue Entgeltordnung für Theater- und Konzertveranstaltungen, die am 1. Mai 2013 in Kraft treten soll, gerade »sozialverträgliche Komponenten« enthalten würde. Dazu gehöre, dass Schüler und Studenten bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres Ermäßigungen in Anspruch nehmen könnten (bislang bis zum 25. Lebensjahr), dass Bielefeld-Pass-Inhaber beim regulären Ticketkauf 75 Prozent Rabatt bekämen (bisher gab es die Karten zum halben Preis) und dass sie sich Restkarten mit Öffnung der Abendkasse eine Stunde vor Vorstellungsbeginn zum Preis von vier Euro sichern könnten. Kleinkes sprach von einer »Erhöhung mit Augenmaß«.

Betroffen seien fast nur die höheren Preiskategorien. Sein Vorschlag: einen Top-Zuschlag auf Premierenkarten zu erheben. Hartmut Geil (Grüne) nannte die neue Entgeltordnung »sozial ausgewogen«: »Kino ist teurer.« So kostet die preiswerteste Märchenkarte künftig 6,50 Euro, die für »Musik voll fett« (kein Einheitspreis mehr) sieben Euro, fürs TAM-zwei oder -drei 9,50 Euro. Für die besten Plätze beim Freitagskonzert zahlen Musikliebhaber 33,50 Euro (plus zwei Euro), für die besten Opernkarten 36,50 Euro (plus zwei Euro).

Für Sylvia Gorsler (SPD) ist das »moderat«. Ausschuss-Vorsitzende Ricarda Osthus (CDU) sagte, das Theater habe sich ein »ambitioniertes Programm« vorgenommen. Es wolle mit den Erhöhungen der Kartenpreise nicht nur 160 000 Euro pro Spielzeit mehr einnehmen, sondern auch Personal- und Sachkosten reduzieren: 2013 um 629 000 Euro. Der Rat entscheidet am 7. Februar.

Quelle: Westfalen-Blatt, 24.01.2013


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