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Dienstag, 15. Januar 2013

»Großer Querschnitt ist besser als zwei kleine«

Lutterkanal: CDU klagt über eine »verlogene Debatte«

Bielefeld (WB). Umplanung bei der Sanierung des Lutterkanals: Zwischen Niederwall und Teutoburger Straße soll dem Kanal kein »Sattel« als zusätzliche Durchflussmöglichkeit ausgesetzt werden, es wird ein Betonkasten aus Fertigteilen in die alte Röhre eingesetzt.


In der gemeinsamen Sitzung von Bezirksvertretung Mitte und Betriebsausschuss Umwelt am Montagabend nannte Gutachter Martin Schmidt diese »optimierte Lösung« eine »monolithische Bauweise«. Seine Erkenntnis: »Ein großer Querschnitt ist besser als zwei kleine.«
Der für den Bereich der Hydraulik zuständige Gutachter Richard Rohlfing deutete bereits an, dass es durchaus praktikable Alternativen zur Regenrückhaltung unter dem (so seine ursprünglichen Vorschläge) Kunsthallenpark und Park der Menschenrechte am Gymnasium am Waldhof gebe. Er sagte: »Eine optimierte Lösung wird aus einer Kombination verschiedener Rückhaltesysteme bestehen.« Das sind kleinere Becken, andere Standorte, Bypass-Kanäle. 17 Alternativen sollen nach einem breiten, allerdings nicht gewichteten, Kriterienkatalog geprüft werden. Dazu sollen aber auch Kunsthallenpark und Park der Menschenrechte gehören. Gisela George (FDP) konnte sich mit ihrem Vorschlag, diese beiden Alternativen gleich zu streichen, allerdings nicht durchsetzen. Hartmut Meichsner und Detlef Werner (beide CDU) wehrten sich gegen die gutachterlichen Aussagen, es sei »Gefahr im Verzuge«: »Dann würde es unmittelbaren Handlungsbedarf geben, aber allein seit der Ratsentscheidung, den Lutterkanal zu sanieren, sind inzwischen zehn Monate vergangen.« Werner sprach von einer »verlogenen« Debatte. Die CDU habe Alternativen für die Regenrückhaltung schon im März 2011 genannt, geprüft worden sei bislang nichts. Der Politiker: »Sollten noch weitere Alternativen auftauchen, gehe ich davon aus, dass diese mitgeprüft werden.«
Gutachter Martin Schmitz erläuterte zudem die Planung, den Lutterkanal unter dem Niederwall durch einen zweiten Kanal (Bypass) zu entlasten: »Dieser Bypass wird unter der Grünfläche zwischen Sieker- und Niederwall an der Platane vorbei geführt.«
Begonnen werde mit der Sohlsanierung des alten Kanals ab Mai. Dazu werden zwischen Niederwall und Teutoburger Straße drei Baugruben eingerichtet. Das bedeutet: Die Ravensberger Straße wird jeweils voll gesperrt, nur an der Baugrube nahe der Teutoburger Straße reiche eine halbseitige Sperrung.

Quelle: Westfalen-Blatt, 15.01.2013


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