{asdasd}
 
Donnerstag, 5. Dezember 2013

Verwaltung für die Variante C

Gestern Abend: Lutter im Umweltausschuss

Von Thomas Güntter

Mitte. Die Politik tritt beim Thema Lutter auf der Stelle. Auch in der gemeinsamen Sitzung des Betriebsausschusses Umweltbetrieb sowie dem Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz fassten die Politiker gestern Abend keinen Beschluss. Genau wie in der Bezirksvertretung Mitte am 14. November war das Thema in erster Lesung behandelt worden. Zu der Sitzung gestern im Neuen Rathaus waren rund 50 Zuhörer gekommen. Die meisten vom Gymnasium am Waldhof.

Nach Angaben von Umweltdezernentin Anja Ritschel (Grüne) favorisiert die Verwaltung die Variante C mit einem Bypass für den maroden Kanal unter der Schule sowie einem Rückhaltebecken von 1.500 Kubikmetern im Park der Menschenrechte und einem Becken von rund 3.000 Kubikmetern Fassungsvermögen an der Teutoburger Straße. Ebenfalls betrachtet wurde die Variante 4, bei der der Kanal vom Niederwall bis zum Stauteich I in offener Bauweise saniert wird. Diese Variante sei zwar recht kostengünstig und halte lange, weil alles neu gemacht werde. Nachteil allerdings: Alle 89 Platanen in der Ravensberger Straße müssten gefällt werden.

Baumgutachter Hartmut Achterberg erklärte denn auch: "Die einen Kilometer lange Platanenallee ist eine absolute Besonderheit in Bielefeld. So etwas gibt es in der Stadt nicht noch einmal." Der Boden sei durch die vorhergehenden Bauarbeiten sehr verdichtet und der Wurzelbereich an viele Stellen vorgeschädigt. Die Bäume könnten noch rund 40 Jahre leben. Und dass, obwohl drei Exemplare von der Massiakrankheit, einem Pilz, befallen seien.

Detlef Werner (CDU) sagte, er halte die reine materielle Betrachtung von Grünanlagen für den falschen Weg. Jasmin Wahl-Schwentker (FDP) wollte, dass die Verwaltung noch mal mit den Zuschussgebern für die offene Lutter redet.

Als die Sitzung für eine halbe Stunde unterbrochen wurde, konnten die Gäste ihre Fragen stellen. Am meisten interessierte das Thema Wiederherstellbarkeit des Parks der Menschenrechte. Wie berichtet, befürchten Lehrer und Schüler massive Beeinträchtigungen während der Bauphase. Außerdem ging es um die Größe des Beckens.

Quelle: Neue-Westfälische, 05.12.2013


© 2018 CDU Ratsfraktion der Stadt Bielefeld