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Mittwoch, 4. Dezember 2013

Drei Szenarien für den Jahnplatz

Gutachten für Umgestaltung mit einer neuen Stadtbahn-Linie 5 sollen rund 100.000 Euro kosten

Bielefeld (aut). Autofrei, mit einspuriger Verkehrsführung in alle Richtungen oder zusätzlich mit Abbindung des Niederwalls - diese drei Szenarien will die Stadt jetzt für eine Neugestaltung des Jahnplatzes prüfen lassen. Die wäre erforderlich, wenn die neue Stadtbahn-Linie 5 über den Platz geführt wird. Die Kosten für die externen Gutachten werden auf rund 100.000 Euro geschätzt, die die Stadt selber tragen müsste, so Dezernent Gregor Moss in seiner Vorlage.

Dabei sollen die Chancen für den Platz, aber auch die Risiken gerade für die Umgebung genauer untersucht werden, als es das erste Verkehrsgutachten getan hat. Die Stadt stellt sich eine Analyse des Bestands, aber auch der Folgen für die Erschließung der Innenstadt, insbesondere der Parkhäuser, der Verkehrsabläufe und der Leistungsfähigkeit der Kreuzungen, der Verkehrslenkung und der Umweltbelastungen vor.

Auswirkungen hätten die Szenarien daneben auf Autoverkehr, Radfahrer, Fußgänger, aber auch auf Städtebau und Aufenthaltsqualität auf dem Jahnplatz. Unklar ist, wie eine neue oberirdische Straßenbahn in den grünen Stadtring rund um das Altstadt-Hufeisen eingepasst werden kann.

Die Bezirksvertretung Mitte regte an, im Falle einer Entscheidung für den autofreien Jahnplatz dieses Modell mit der Sperrung des Platzes für drei Tage zu erproben. "So etwas muss gut vorbereitet sein, sonst erzeugt man Chaos", wandte dazu Jens Julkowski-Keppler (Grüne) im Stadtentwicklungsausschuss ein. Horst Grube (SPD) hatte schon im November erklärt: "Ein autofreier Jahnplatz wäre vielleicht schön. Ihn wird es in Bielefeld aber nicht geben. Dafür ist die Innenstadt nicht gebaut." Auch Ralf Nettelstroth (CDU) hatte erklärt, dass Bielefeld am Jahnplatz als Verkehrsplatz nicht vorbeikomme.

Hintergrund für die Umgestaltung ist das Ziel der Stadt, eine neue oberirdische Stadtbahn-Linie von Heepen über den Kesselbrink und den Jahnplatz bis nach Sennestadt zu führen und damit den öffentlichen Nahverkehr zu fördern. Für das teils umstrittene Großprojekt sind Kosten von rund 220 Millionen Euro veranschlagt. Der Förderantrag läuft. Die Strecke müsste bis 2019 gebaut werden, um die Zuschüsse von Bund und Land nicht zu gefährden.

Quelle: Neue-Westfälische, 04.12.2013


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