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Donnerstag, 15. November 2018

Wieder Geld für Sammlung der Kunsthalle

Rat beschließt einstimmig

„Kunsthalle ist Leuchtturm“ (Foto: Lange)

Von 2020 an gibt es für die Kunsthalle wieder Geld von der Stadt zum Ankauf von Kunstwerken. Das hat der Rat einstimmig auf Antrag der CDU-Fraktion und der Paprika-Koalition beschlossen. Damit wird erstmals seit 1996 im städtischen Haushalt ein Ankaufsetat eingestellt.

Zudem votierte der Rat ohne Gegenstimme dafür, Gerhard Richters Gemälde „Kurs“ nicht zu verkaufen. Den Anlass für die Klarstellung hatte Oberbürgermeister Clausen in seiner Rede zum 50-jährigen Jubiläum der Kunstalle gegeben. Er hatte laut überlegt, das Richter-Bild zu verkaufen, da ein Millionen-Angebot für dieses Gemälde vorliege. Das hat bei vielen zu massiven Irritationen geführt.

„Der Verkauf kommt nicht in Frage, denn die Kunsthalle ist ein Leuchtturm Bielefelds.“, wies der kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Marcus Kleinkes, Clausens Überlegungen zurück.

Nach dem Willen der Politiker sollen auch die Voraussetzungen für den Kauf des Gemäldes „Der Rentner“ von Emil Nolde geschaffen werden. Das Werk war bis 1937 im Besitz der Kunsthalle, wurde dann von den Nazis als „entartet“ entfernt und verkauft. Der Rückerwerb soll mit Fördermitteln und Sponsoren ermöglicht werden. Kleinkes: „Wir wollen das Bild wieder ‚nach Hause‘ holen.“

Für den Umgang mit der Sammlung erwartet der Rat von der Verwaltung ein Konzept, damit klar wird, wer überhaupt über einen möglichen Verkauf entscheiden darf. „Die Sammlung ist das Herz der Kunsthalle“, heißt es in dem entsprechenden Antrag. Marcus Kleinkes verdeutlicht: „Der Rat will die volle Gestaltungsfähigkeit zurückerlangen“.


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