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Mittwoch, 13. Juni 2018

Situation in den Bürgerberatungen katastrophal

Lange Wartezeiten sorgen für Verärgerung

Oberbürgermeister und die Paprika-Koalition setzen sich über die Interessen von älteren Menschen, jungen Familien und Berufstätigen hinweg (Foto: Lange)

Die Untersuchung zur aktuellen Situation in den Bürgerberatungen zeigt ein dramatisches Bild. Damit sieht sich die CDU-Ratsfraktion nach der drastischen Reduzierung der Öffnungszeiten in den Stadtteil-Bezirksämtern in ihrer Kritik bestätigt. Die Wartezeiten in den Bürgerberatungen werden immer länger und verärgern gerade ältere Mitbürger und junge Familien in den Stadtbezirken.

Nach einer Anweisung des Oberbürgermeisters sind die Bezirksämter in Schildesche, Hillegossen, Brake, Dornberg und Gadderbaum seit 2015 nur noch an zwei Vormittagen in der Woche für jeweils drei Stunden geöffnet.

SPD-Oberbürgermeister kürzte die Öffnungszeiten

„Die Kürzung der Öffnungszeiten war und ist falsch. Das ist eine erhebliche Einschränkung des Bürgerservices“, kritisiert Gerhard Henrichsmeier (CDU). Ein Antrag zur Erweiterung der Öffnungszeiten scheiterte im Rat.

Henrichsmeier: „Damit setzt sich der Oberbürgermeister und die Paprika-Koalition, aus Grünen, SPD und Bürgernähe, über die Interessen von älteren Menschen, jungen Familien und Berufstätigen hinweg, die eine wichtige Anlaufstelle in ihrer Nähe verlieren“.

Außenbezirke werden benachteiligt

Die Menschen in den Außenbezirken werden weiter benachteiligt und werden gezwungen, lange Wege in die Innenstadt in Kauf nehmen zu müssen.

Einstimmig beschlossen wurde die Erarbeitung eines Konzeptes: Wer einen neuen Personalausweis beantragt, soll die Möglichkeit erhalten, sich diesen per Fahrradkurier nach Hause bringen zu lassen.


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