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Montag, 6. Juni 2016

Bürger sind dem Risiko von Überschwemmungen ausgesetzt

Lutter: CDU fragt, weshalb Bezirksregierung Auflagen relativiert hat

Die CDU-Ratsfraktion schaltet in der Kontroverse um die Weser-Lutter-Sanierung die Bezirksregierung ein. Vor allem will die CDU wissen, weshalb die Aufsichtsbehörde die Forderung eines Überflutungsnachweises für ein so genanntes 30-jähriges Regenereignis im Laufe des Verfahrens relativiert hat und sich bei der „Inline-Variante“ nun damit zufrieden gibt, dass das Rückhaltebecken auf ein „Fünf-Jahres-Regenereignis“ ausgelegt ist.

Die politischen Gremien müssen sich erneut mit der geplanten Sanierung befassen, da wegen eines Softwarefehlers die Volumenberechnung des für eine Inline-Lösung erforderlichen Regenrückhaltebeckens an der Teutoburger Straße falsch war. Statt 3.000 Kubikmeter Wasser muss das Becken 6.000 Kubikmeter aufnehmen. Daraus ergeben sich Mehrkosten in Höhe von 4,5 Millionen Euro.

Frank Strothmann, Sprecher der CDU im Betriebsausschuss Umweltbetrieb, führt in dem Schreiben an die Bezirksregierung aus, dass es laut einer Beschlussvorlage der Stadt bei einer offenen Sanierung (unter Wegfall der Platanenallee) ab Teutoburger Straße in Richtung Stauteiche “keine bedeutenden Überflutungen bei einem 30-jährigen Regenereignis“ geben würde. Die jetzt von der Ratsmehrheit favorisierte Inlinesanierung führe hingegen an jedem Ort zu einer Überflutung. Strothmann: „Wir fragen Sie als Bezirksregierung, wieso Sie die Bürgerinnen und Bürger der Stadt sowie die Anwohner mit der Genehmigung der Variante C (Inline) dem Risiko einer Überflutung aussetzen.“

Die jüngsten Unwetter in Niederbayern und vielen anderen Orten Deutschlands machten deutlich, welch katastrophale Folgen Überschwemmungen mit sich brächten, meint Strothmann: „Es kann auch Bielefeld treffen. Erst im Juni 2013 hat ein „20-Jahres-Regen“ in Teilen Heepens und in Gellershagen große Schäden angerichtet. Deshalb muss der Überflutungsschutz oberste Priorität haben.“


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