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Freitag, 13. März 2015

Die ZAB ist erstes Ziel der Flüchtlinge

CDU-Sozialpolitiker informierten sich bei Ausländerbehörde

v.l.n.r.: Volker Fliege (Leiter Bürgeramt), Vincenzo Copertino, Elke Grünewald, Michael Weber (sozialpolitischer Sprecher), Thorsten Böhling (Leiter ZAB), und Erwin Jung.

Bielefeld. Immer mehr Flüchtlinge kommen nach Deutschland. In diesem Jahr werden 300.000 erwartet. Erste Anlaufstation für die Menschen sind in Nordrhein-Westfalen die Zentralen Ausländerbehörden (ZAB) Bielefeld und Dortmund. Die Einrichtungen sind zuständig für die Erstaufnahme der Asylsuchenden und – bei Ablehnung des Asylantrags – für die Aufenthaltsbeendigung. Über die schwierige Arbeit vor Ort haben sich die CDU-Sozialpolitiker Michael Weber, Vincenzo Copertino, Erwin Jung, Elke Grünewald und Katharina Schellong informiert.

Thorsten Böhling (Leiter der  ZAB) und der Chef des Bürgeramtes, Volker Fliege, informierten die Kommunalpolitiker. Momentan kommen täglich bis zu 150 Personen zur ZAB. Die meisten erreichen Bielefeld mit dem Zug. Sie werden von der Bahnhofsmission oder der Bundespolizei zur Aufnahmebehörde geleitet. Die Pforte ist bis 24 Uhr geöffnet.

72 feste Mitarbeiter sowie 12 zusätzliche Hilfskräften betreuen die Flüchtlinge, übernehmen den verwaltungstechnischen  Part und kümmern sich um eine medizinische Grundversorgung.  Nach der Registrierung in Bielefeld teilt  das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg den Menschen ihren zukünftigen Aufenthaltsort in Deutschland zu. Der Transport stellt eine große logistische Herausforderung für die ZAB dar. Busse müssen organisiert, Fahrtrouten koordiniert werden. An Spitzentagen fahren bis zu acht Busse in  Bielefeld los.

„Aufgrund der momentanen Notsituation bleiben die Flüchtlinge nur ein bis anderthalb Tage in Bielefeld“, erläuterte Thorsten Böhling, „unser Ziel ist es aber, die Menschen bis zu fünf Tage unterzubringen.“

2014 hat die ZAB Bielefeld insgesamt 18.800 Flüchtlinge registriert. Etwa die Hälfte stammt aus den westlichen Balkanstaaten. Diese Menschen fliehen nicht wegen eines Krieges, sondern weil sie in Deutschland ein besseres Leben erwarten. Ein Viertel der Asylsuchenden waren Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien.

Freiwillig in Ihre Länder zurück kehren nur wenige Flüchtlinge. Im vorigen Jahr waren es 115 Personen. Ist ein Asylantrag abgelehnt und gehen die Menschen nicht aus freien Stücken, koordiniert die ZAB als Zentralstelle in NRW die Abschiebung. Es kann auch vorkommen, dass speziell ausgebildete Mitarbeiter die Menschen bis in ihr jeweiliges Heimatland begleiten.

Nach einem Rundgang bedankten sich die CDU-Politiker für die umfassenden Informationen  - und bekundeten ihren Respekt für die Arbeit. Michael Weber: „Was Sie hier tun, ist nicht einfach. Es ist bewundernswert, mit welchem Engagement und Einfühlungsvermögen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Aufgabe meistern.“


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