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Dienstag, 20. März 2012

Stellungnahme unserer sportpolitischen Sprecherin Frau Petra Brinkmann zum Tagesordnungspunkt Sportentwicklungsplanung in der Sitzung des Schul- und Sportausschusses am 20.03.2012

Die Arbeitsgruppe Sportstättenentwicklungsplanung erarbeitet die Umsetzung der Ergebnisse des Gutachtens von Prof. Hübner/Wulf in der Reihenfolge bespielbare Großfelder – wir sind in der Endphase -, dann Sporthallen. Damit schaffen wir die Grundlagen einer modernen Sportentwicklung in Bielefeld mit dem gemeinsamen Ziel:   Sport für Alle.

Zu den Grundlagen des Sporttreibens:
Wir sprechen vom bewegungsaktiven Freizeitsport, ausgeübt im Verein oder selbst organisiert. Bemerkenswert sind die Doppelungen. Jede Form des Sporttreibens gibt es für sich allein, der Vereinssportler betreibt durchaus mehrfach sportliche Aktivitäten selbst organisiert. Als Beispiele: Der Vereins-Fußballer schwimmt und joggt, der Vereins-Tennisspieler fährt Rad und tanzt. Laut Gutachten spielt für die Bielefelder Bevölkerung Sport und Bewegung eine bedeutsame Rolle.

Zu der Bedeutung des Vereinssportes und der Sportvereine:
Die Sportvereine unterstreichen ihre Gemeinwohlfunktion exemplarisch durch die Beitragsstrukturen, die Sportstättenversorgung und damit den preisgünstigen Zugang zu vielfältigem Sporttreiben. Sie stellen einen hohen Anteil an der Bielefelder Sportstätteninfrastruktur selbst bereit, mit hohem finanziellem und ehrenamtlichem Einsatz. Für die Sportarten Reiten, Tennis, Hockey, Golf, Schießen, Klettern, Tanzen und Rollschuh-/Inliner-, BMX fahren gibt es keine Kommunalen Sportstätten, diese Sportstätten sind durch die finanzielle und ehrenamtliche Eigenleistung der Vereine entstanden und werden von diesen nachhaltig betrieben.

Jedes Jahr spart die Stadt Bielefeld rund € 2 Millionen durch die Übernahme von Sportplätzen, Pflege und Schlüsselgewalt, übernommen von Sportvereinen.

Das Erlernen von Sportarten, regelmäßiges sachkundiges Training zur gesunden Ausübung und wer möchte, die Wettkampferfahrung in jedem Alter, dies bietet nur ein Sportverein. Darüber hinaus leisten Sportvereine einen wichtigen Beitrag zur Dichte des sozialen Netzes wie zwischenmenschliche Beziehungen, Schaffen von Vertrauen, Geselligkeit, soziale und Migranten-Integration der Bevölkerung. Laut Shell-Studie Jugend 2010 ist die häufigste Freizeitbeschäftigung von Jugendlichen im Alter von 12-25 der Vereinssport mit einem Anteil von 29%.
Der Sportverein ist ein vitales zeitgemäßes Sozialsystem, ist bedeutsam als Bildungspartner, siehe Kooperationen/Trägerschaften Kita und OGS, Kinder lieben Sport. Die Angebotsstruktur hat sich auf den demographischen Wandel eingestellt, es gibt vielfältige Angebote für systematische Prävention und Rehabilitation im Bereich von Erkrankungen/Behinderungen und beim Aufbau gesundheitsbezogener Lebensstile. Vereinssport leistet mit seinen speziellen Angeboten eine Erhöhung der Lebensqualität im Alter.

So sind die Sportvereine mit ihrer Dachorganisation Sportbund Bielefeld Netzwerke geworden und verstehen sich als Bewegungsanwälte der Bielefelder Bürger und Bürgerinnen.

Dies alles kann der selbst organisierte Sport nicht bieten. Er macht Spaß, ist in seiner Bedeutung Bewegung und Zeitmanagement in der heutigen Gesellschaft wichtig. Die Sportstätten sind hier Natur, Wege, Straßen, Parks, kommerzielle Einrichtungen wie Kletterpark, Kegelbahn, Disco, Kletterwand des Alpenvereins. Jeder ist hier einzeln für sich verantwortlich.

Ich zitiere jetzt aus einer Rede von Dr. Michael Vesper, Generaldirektor Deutsch Olympischer Sportbund, gehalten am 14.11.2008 in Bielefeld, zum Thema "Starker Sport- starke Städte": "Der Vereinssport ist die größte Quelle sozialen Kapitals..., Sportvereine sind Ankerpunkte kommunaler Kooperation..., Zuversichtlich stimmt mich auch, wenn die Stadt Bielefeld die Sportpauschale des Landes in Höhe von derzeit € 900.000 zu einem großen Teil nutzt, um damit vereinseigene Sportanlagen zu sanieren...Starker Sport - starke Städte!"

Zum Beschlussvorschlag der Ampel:
Sportförderung für eine Gesellschaft im Wandel kann aus den aufgezählten Gründen nur heißen: Verbindliche finanzielle Unterstützung zur Weiterentwicklung und Aufrechterhaltung unserer Sportvereine. Dies ist insgesamt auch die dringendliche Empfehlung des Deutsch Olympischen Sportbundes, abgestimmt mit dem Dt. Städtetag.

Wir sind bisher einvernehmlich in der Erarbeitung der Umsetzung der Sportentwicklungsplanung und gehen damit in eine neue Angebotsstruktur der Sportstätten, als Beispiele Wiesebach, Sportpark Gadderbaum, Rollschuhbahn in Mitte. Wir haben bereits jetzt ein Bewegungsangebot in Bielefeld, wovon andere Städte noch träumen, siehe Zeitschrift "Bifit" herausgegeben vom Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld. Zerstören Sie nicht die Zusammenarbeit mit den Sportvereinen und ihrer Dachorganisation Sportbund Bielefeld.

Ich bitte Sie herzlich, ziehen Sie Ihren Antrag zurück, und ändern Sie nicht die bisherigen Strukturen der Sportförderung und der erfolgreichen Gremienarbeit. Lassen Sie uns zusammen einen "Pakt für den Sport" entwickeln, der Planungssicherheit für die Sportvereine gibt zum Wohle der Menschen in Bielefeld.


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