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Dienstag, 31. Juli 2012

Blick hinter verschlossene Türen

Einen Blick hinter verschlossene Türen hat die Bielefelder CDU getan. Auf Einladung der Ratsfraktion besichtigten Mitglieder der Bezirksfraktion Brackwede und des Stadtverbands die Justizvollzugsanstalt (JVA) Bielefeld Brackwede I. Mit dabei war auch Europaparlamentarier Elmar Brok. Anstaltsleiter Robert Dammann und Seelsorger Dekan Wilhelm-Friedrich Schulte informierten über die JVA und gewährten einen Einblick in den Vollzugsalltag, der sonst nicht möglich ist.

In der JVA Brackwede I sind etwa 460 Männer und 70 Frauen inhaftiert. Überwiegend handelt es sich um Straftäter. Ein kleinerer Teil befindet sich in Untersuchungshaft. Wie Robert Dammann erläuterte, steht beim Vollzug der Freiheitsstrafe der Schutz der Allgemeinheit vor weiteren Straftaten im Vordergrund. Gleichzeitig bemühe man sich, die Gefangenen zu befähigen, künftig in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten zu führen. Eine geregelte Arbeit in sechs Betrieben, zum Beispiel in der Schneiderei oder der Tischlerei, sowie schulische und berufliche Bildung hätten bei dem Bemühen um Wiedereingliederung eines Verurteilten hohen Stellenwert.

Nach den Sachinformationen führten Dammann und Schulte die Besucher durch die Hafträume, durch Freizeiträume und den Arbeitsbereich. Hier ergaben sich etliche Gespräche zwischen der Besuchergruppe und Gefangenen.

In der anschließenden Diskussion war die Situation der Freigänger ein besonderes Thema. Dammann machte deutlich, dass mit großem Bewusstsein und hoher Achtsamkeit entschieden werde, wer überhaupt Freigang erhält.

Der stellvertretende Vorsitzende der Ratsfraktion, Andreas Rüther, dankte den Gastgebern. Einmal hinter die verschlossenen Türen gesehen zu haben sowie die offene Diskussion hätten den Blick für die Probleme des Strafvollzuges geschärft. Politische Entscheidungen zum Strafvollzug seien immer schwierig. Deshalb sei es hilfreich, sich ein eigenes Bild zu machen.


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