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Dienstag, 7. Dezember 2010

Wechsel an der Spitze der CDU-Fraktion Lux tritt zurück / Nettelstroth soll Nachfolger werden

Von Lothar Schmalen, Bielefeld (NW). Bei der Bielefelder CDU geht eine Ära zu Ende: Rainer Lux (59), seit 18 Jahren an der Spitze der Ratsfraktion, hat gestern Nachmittag in der Fraktionssitzung seinen Rücktritt erklärt. Schon nächsten Montag soll sein Nachfolger gewählt werden.

Als aussichtsreichster Kandidat gilt der bisherige stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ralf Nettelstroth (46). Lux hat ihn der Fraktion als seinen Nachfolger vorgeschlagen. Nettelstroth, direkt gewähltes Ratsmitglied aus dem Wahlkreis 24 (Heepen-Baumheide) und von Beruf Rechtsanwalt, ist seit 1983 Mitglied der CDU und sitzt seit 1994 im Stadtrat. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Überraschend kommt der Rücktritt von Lux nicht. Schon bald nach der verlorenen Kommunalwahl 2009 war klar, dass Lux in der laufenden Ratsperiode Platz machen muss für einen Neuanfang an der Spitze der Fraktion. Dann wurde der Wechsel noch einmal verschoben, um Lux, der erneut für den Landtag kandidierte, im Wahlkampf nicht unnötig zu beschädigen. Die Landtagswahl im Mai ging ebenfalls verloren – und die Zeit für den Wechsel war da.

Lux selbst erklärte gestern Abend, dass sich die CDU für die kommenden Kommunalwahlen (2014: Ratswahl, 2015 Oberbürgermeisterwahl) neu aufstellen müsse. Dazu bedürfe es auch eines neuen Fraktionsvorsitzenden, der nun Strategie und Taktik dieses Neuanfangs bestimmen müsse.

Lux kann, auch wenn er zuletzt bittere Niederlagen einstecken musste, auf lange Jahre des Erfolgs zurückblicken. Als er 1992 Nachfolger des verstorbenen CDU-Fraktionschefs Theo Erdmann wurde, konnte er bis 1994 eine knappe Ratsmehrheit anführen. Nach dem rot-grünen Interregnum unter OB Angelika Dop-heide (SPD) begann 1999 erneut – diesmal sogar für zehn Jahre – eine Periode mit CDU-Ratsmehrheiten. Seit 1999 ist die CDU stärkste Fraktion im Rat – in der einstigen SPD-Hochburg Bielefeld früher kaum denkbar. "Ich war immer die rechte Hand von Oberbürgermeister Eberhard David", fasst Lux selbst, ein bisschen zu bescheiden, seine Rolle in den vergangenen 18 Jahren zusammen.

Lux will seine Ratsarbeit noch bis 2014 als einfaches Fraktionsmitglied fortsetzen. Dann ist kommunalpolitisch für ihn Schluss. Weder für ein Ratsmandat noch ein Landtagsmandat stehe er künftig bereit, sagte er. Zeit und Kraft will er nun in das deutsch-polnische Verhältnis und in die Partnerschaft zwischen Bielefeld und der südostpolnischen Stadt Rzeszów investieren. Schon vor 14 Tagen wurde er zum neuen Vorsitzenden der Deutsch-Polnischen Gesellschaft in Bielefeld gewählt. Längst hat er damit begonnen, die polnische Sprache zu erlernen. Schon seit Jahren pflegt er intensive Kontakte nach Polen.

Als er das alles gestern Abend erläutert, merkt man dem Brackweder an, dass es in ihm arbeitet. Unumwunden gibt er zu: "Der Abschied von dem Amt, das ich lange und gerne ausgeübt habe, fällt mir sehr schwer." Und schluckt dabei kräftig. Artikel NW vom 07.12.2010


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