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Donnerstag, 19. Februar 2015

CDU und FDP kritisieren Garbrecht

Medizinfakultät: "SPD gibt chaotisches Bild ab"

Bielefeld (jr). Die Aussage des Landtagsabgeordneten Günter Garbrecht (SPD), dass die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung durch eine medizinische Fakultät in Bielefeld "Illusion" sei (NW von gestern), hat scharfe Kritik bei CDU und FDP ausgelöst.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Ralf Nettelstroth entgegnete: "Die Ansiedlung einer medizinischen Fakultät ist der Kernbaustein zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung in der Region. Dass auch andere Anreize geschaffen werden müssen, steht außer Frage." Deshalb werde die CDU weiter für die Fakultät kämpfen. Garbrecht, Vorsitzender des Gesundheitsausschusses, habe mit seiner Aussage völlige Unkenntnis dokumentiert. Die Kapazitäten der Medizin-Hochschulstandorte in NRW seien mehr als ausgeschöpft, erläutert Nettelstroth. "Eine weitere Fakultät in OWL würde die Situation deutlich entspannen.

"Mit der Fakultät für Gesundheitswissenschaften seien in Bielefeld beste Voraussetzungen für einen Austausch von Forschung und Medizinwirtschaft gegeben, so der CDU-Politiker, der sich im Erfolgsfall Hoffnungen auf eine Ansiedlung von Fraunhofer- oder Max-Planck-Institut in Bielefeld mache: All dies ignoriere Garbrecht, der mit seinen Äußerungen zudem seinen eigenen Oberbürgermeister bloßstelle, der mit den Stimmen der SPD beauftragt wurde, sich auf Landesebene für eine Medizinausbildung in Bielefeld stark zu machen, betont Andreas Rüther, Kreisvorsitzender der CDU.

Auch der FDP-Landtagsabgeordnete Björn Kerbein kritisiert Garbrecht scharf: "Während Herr Fortmeier von der medizinischen Fakultät als Fernziel spricht, scheint Herr Garbrecht aufgegeben zu haben." Kerbein regt an, nach neuen Lösungen suchen, statt vorschnell die Segel zu streichen. Garbrecht denke zu kurz, wenn er die Fakultät auf den Klebeeffekt der Absolventen verkürze. Kerbein vermisst das Thema Ausgründungen: "Andere Uniklinikstandorte wie Tübingen, Regensburg oder Münster machen es uns vor. Gerade die Chancen von Unternehmensgründungen in einem hoch spezialisierten Zukunftsmarkt sollten wir nicht einfach abschenken."

Matthi Bolte, Landtagsabgeordneter der Grünen, glaubt nicht an eine mittelfristige Realisierung der medizinischen Fakultät. "Das ist kein Thema mehr." Er wirft der FDP ein doppeltes Spiel vor. "Vor Ort wird viel versprochen. Im Landtag werden wir kritisiert, weil wir neue Büroklammern bestellen." Geld für eine medizinische Fakultät sei nicht vorhanden.

Quelle: Neue-Westfälische, 19.02.2015


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