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Mittwoch, 19. Februar 2014

Experte rechtfertigt Sanierungs-Ergebnis

Rathaus-Fassade: Verwaltung kritisiert die Kritik

Bielefeld (mönt). Die Zeus-Söhne Minos, Aiakos und Rhadamanthys wachen über dem Eingang des Alten Rathauses. Doch die Steinmasken der drei haben gelitten durch die Fassadensanierung. Das stieß auf heftige Kritik der Politik. Nun erklärte der ausführende Fassadenexperte Dr. Christoph Hellbrügge im Betriebsausschuss Immobilienservicebetrieb die Vorgänge und rechtfertigte das Ergebnis.

Laut Hellbrügge wurde die derzeit modernste Technik überhaupt angewandt bei den Arbeiten. "Wir sind äußerst schonend vorgegangen", sagte er. Das Problem sei das Natursteinmaterial, das wegen seiner geringen Dichte durch Feuchtigkeit aufquille und eine schwarze Außenschicht bilde. Hinter dieser Schicht, die eine intakte Fassade vorgaukle, verfalle der Stein langsam. Um ihn zu retten müsse die schwarze Schicht ausgedünnt werden. "Das wird mit einer fast mehlartigen Substanz gemacht", erklärte er. Die Hohlräume im Stein werden mit einem Silikagel aufgefüllt. So könne der Verfall immerhin verzögert, aber letztlich nicht verhindert werden. Unterstützung erhielt Hellbrügge von Baudezernent Gregor Moss, der betonte, alle Arbeiten seien vorsichtig ausgeführt und mit den Experten der Unteren Denkmalbehörde sowie dem Landesverband Westfalen-Lippe abgesprochen worden. "Die Attacken haben wir nicht verdient."

Der Ausschuss-Vorsitzende Hartmut Meichsner (CDU) monierte dennoch die Vorgehensweise. Es sei besser gewesen, die schadhaften Originalteile komplett zu ersetzen statt wie geschehen zu bearbeiten und so zu beschädigen - was wiederum Widerspruch bei Moss hervorrief. Der Ausschuss entschied sich am Ende trotz dieses Disputs, dem weiteren Verfahren der Verwaltung zuzustimmen.

Quelle: Neue-Westfälische, 19.02.2014


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